Innovationskraft für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands



Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft kamen am 25. Februar im Fraunhofer-Forum Berlin zu einem festlichen Auftakt zusammen, um den Namensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft, den Forscher und Unternehmer Joseph von Fraunhofer, zu ehren und gleichzeitig den Blick auf die Bedeutung der Innovation für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu richten.

200-jähriges Erbe

Am 25.02.2026 jährte sich der Todestag unseres Namengebers zum 200. Mal. Joseph von Fraunhofer, bekannt geworden durch seine bahnbrechende Arbeit im Gebiet der Lichtbrechung und Optik, erhielt zu diesem bedeutenden Ereignis eine besondere Ehrung. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO wurde das Jahr 2026 als Gedenkjahr designiert. Gefeiert wurde dies mit einem besonderen Auftakt im Fraunhofer-Forum Berlin.

Neben namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik freuten wir uns sehr, Bundesministerin Dorothee Bär als Rdnerin beim Festakt begrüßen zu dürfen.

© Fraunhofer / Tom Maelsa
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

UNESCO ehrt Joseph von Fraunhofer

Prof. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, erklärte: »Joseph von Fraunhofer verkörpert wie kaum ein anderer die Verbindung von wissenschaftlicher Neugier, handwerklicher Präzision und gesellschaftlicher Verantwortung. Sein Wirken zeigt, wie Wissenschaft dem Menschen dienen kann – indem sie Erkenntnis und Nutzen miteinander verbindet. Mit der Aufnahme dieses Gedenkjahres würdigt die UNESCO einen Pionier der modernen Optik und zugleich die Idee, dass der Mensch im Mittelpunkt des Fortschritts stehen muss.«

Prof. Maria Böhmer, Präsidentin Deutsche UNESCO-Kommision.

Technologietransfer als Kerngeschäft

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist heute eine der führenden Organisationen für angewandte Forschung Europas und ein zentraler Akteur im deutschen Innovationssystem. Um den Transfer technologischer Lösungen in die Anwendung spürbar zu beschleunigen und Innovationskraft in Wertschöpfung zu überführen, braucht es den Schulterschluss zwischen Forschung, Industrie und Politik«, betonte Holger Hanselka. In diesem Zusammenhang begrüßte der Fraunhofer-Präsident die Hightech Agenda Deutschland als Motor für nachhaltigen Fortschritt.

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Forschende der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB informierten über Innovationen bei der Batteriezellproduktion und Batterieforschung.
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Bundesministerin Dorothee Bär und Fraunhofer-Präsident Prof. Holger Hanselka sprechen mit dem digitalen Joseph des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.
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Forschende des Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE informieren über das Drohnenabwehrsystem »IDAS-PRO«.

Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands

In einem hochrangigen Panel diskutierten Expertinnen und Experten über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands im globalen Innovationswettbewerb. Prof. Irene Bertschek, Vorsitzende Expertenkommission Forschung und Innovation, Prof. Siegfried Russwurm, designierter Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Dr. Effrosyni Chelioti, Abteilungsleiterin Strategien und Grundsatzfragen im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, und Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, zeigten wichtige Ankerpunkte auf, wo Deutschland ansetzen muss, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. So sei es erforderlich, regulatorische und strukturelle Barrieren abzubauen, damit Deutschland seine Rolle als Innovationsführer behaupten kann. Ein wichtiger Schritt sei das Innovationsfreiheitsgesetz, um den Technologietransfer zu beschleunigen, Bürokratie abzubauen und die Innovationskraft in Deutschland nachhaltig zu fördern. Denn visionäre Projekte schneller und effizienter umzusetzen, sei das Gebot der Stunde.

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Paneldikussion mit Prof. Constantin Häfner (Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft) , Dr. Effrosyni Chelioti (Abteilungsleiterin Strategien und Grundsatzfragen, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Moderatorin Cecilia Knodt, Prof. Irene Bertschek (Vorsitzende Expertenkommission Forschung und Innovation) und Prof. Siegfried Russwurm (designierter Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) (v.l.).